Auch die Neue Arbeit muss sparen (05.01.2012)
Die Neue Arbeit leistet in vielen Bereichen Unterstützung. Zum Beispiel beim Unkrautjäten am Ruhrufer.
Arnsberg. Die „Neue Arbeit“ wird - trotz anders lautender Gerüchte - in Alt-Arnsberg ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen und auch den Standort an der Ruhrstraße aufrecht erhalten. Allerdings wird die Zahl der Teilnehmer in den Bereichen Öko und Bau um die Hälfte reduziert. Alle anderen Maßnahmen laufen personell unverändert weiter.
Die „Neue Arbeit“ wird - trotz anders lautender Gerüchte - in Alt-Arnsberg ihrer gewohnten Tätigkeit nachgehen und auch den Standort an der Ruhrstraße aufrecht erhalten. Allerdings wird die Zahl der Teilnehmer in den Bereichen Öko und Bau um die Hälfte reduziert. Alle anderen Maßnahmen laufen personell unverändert weiter.
Ursache für diesen Rückbau, so Erika Hahnwald als Vorsitzende der Neuen Arbeit Arnsberg g GmbH (NAA), seien die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen eingeleiteten Sparmaßnahmen, die besonders Projekte mit Ein-Euro-Kräften treffen würden. „Im Grunde sind wir sogar noch mit einem blauen Auge davongekommen und können nur hoffen, dass dies in Zukunft so bleiben wird.“
Fakt jedenfalls ist: Durch die Streichungen wird die Teilnehmerzahl in den Sparten Öko/Bau von möglichen 36 auf künftig 18 Personen beschränkt. Damit können nun weniger Bedürftige unterstützt werden. Allerdings, so Hahnwald, seien die beiden Gruppen auch in der Vergangenheit nicht immer ausgelastet gewesen. Einschnitte wird es zudem in der personellen Struktur der NAA geben.
Auch Personal betroffen
„Besonders schlimm ist dabei, dass wir uns zum 1. Februar von einem sehr erfahrenen Anleiter trennen müssen. Das tut mir sehr leid.“ Zumal der Betreffende bereits seit vielen Jahren mit großem Einsatz und großer Umsicht sein Wissen an die Ein-Euro-Kräfte weitergegeben habe. Aber die Finanzsituation mit dem einhergehenden Sparverdikt ließe hier zu ihrem großen Bedauern einfach keine andere Wahl.
Die Reduzierung habe aber keinerlei Konsequenzen für das grundsätzliche Engagement der Neuen Arbeit. „Es läuft alles weiter wie bisher“, beruhigt Erika Hahnwald. Man werde also weiterhin Projekte im Bereich Naturschutz sowie Bauvorhaben unterstützen und Vereinen und der Stadt hilfreich zur Seite stehen, wo es gewünscht sei. „Und auch unsere Einrichtung an der Ruhrstraße bleibt erhalten. Was da in den Kneipen erzählt wird, ist völliger Quatsch.“
Mehr Förderung für Jüngere
Damit wird die Neue Arbeit an den bekannten Standorten auch künftig in den Bereichen Öko/Bau und Verkauf (Sozialkaufhaus „Der anderen Laden“ in Hüsten), in der Holz- und Metallwerkstatt sowie im Möbelservice Beschäftigungsmöglichkeiten bereithalten. Nicht betroffen sind auch die Ruhrtal-Ranger, die für den Radtourismus auf dem Ruhrtalradweg eine wichtige Rolle spielen und auch in Zukunft spielen sollen.
Dies alles auch langfristig? „Das können wir nur hoffen“ sagt Erika Hahnwald. „Denn wer weiß schon, was das neue Jahr noch an Einschnitten bringen wird.“
Ausgeweitet wird von der Neuen Arbeit das Engagement für die unter 25-Jährigen. Laut NAA-Geschäftsführerin Birgit Kroh werden ab Juni in jeder Gruppe drei Stellen für ältere Ein-Euro-Jobber gestrichen und mit jungen Menschen besetzt. „Diese sollen sich in allen Berufen ausprobieren. Und zwar unter einer besonders intensiven sonderpädagogischen Betreuung.“ Achim Gieseke
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Geschenke für den kleinen Geldbeutel
28.11.2011

Weihnachtsaktion DAL, Birgit Kroh
Arnsberg. In den Geschäften laden weihnachtlich dekorierte Schaufenster zum Geschenkekauf ein. Für einige Menschen bleibt es allerdings beim Blick ins Schaufenster, denn für teure Weihnachtsgeschenke fehlt oft das Geld. Im Sozialkaufhaus des „Neue Arbeit Arnsberg e.V. (NAA)“ „Der andere Laden (DAL)“, muss dagegen niemand nur zusehen, hier gibt es Geschenke für jeden Geldbeutel.
Gläserne Figuren, grüne Tannenzweige, eine Holzkrippe und leuchtende Sterne hüllen das Schaufenster des „Anderen Laden“ in weihnachtliche Stimmung, die sich im Inneren weiter ausbreitet. Christbaumkugeln, kleine Schutzengel, Holzsterne, Deko-Weihnachtsmänner – hier bekommt man alles was das Herz begehrt. Zu kleinen Preisen.
Gut erhaltene Spielwaren
„Unsere Weihnachtsausstellung ist schon ganz schön leer geräumt“, sagt Geschäftsführerin Birgit Kroh. Kein wunder, schließlich kämen täglich rund 50 Kunden, um neben Haushaltswaren eben auch Dekoartikel und Geschenke zu kaufen. Für die meisten Kunden des “Anderen Laden“ ist es unmöglich ihrem Kind die neuste Spielekonsole unter den Weihnachtsbaum zu legen. Um so besser, dass es im Sozialkaufhaus gut erhaltene Spielwaren und Elektronikartikel gibt. Ein Fernseher ist beispielsweise schon zwischen fünf und fünfzehn Euro erhältlich. Außerdem findet man von Playmobilmännchen, über Brettspiele bis hin zu Spielzeug-Hubschraubern alles, was die Kleinen glücklich macht – aus zweiter Hand und gut erhalten.
Jeden Dienstag ist im Sozialkaufhaus Warenannahme. Spielzeug, Möbel, Kleidung oder Elektrowaren, die nicht mehr gebraucht werden aber noch wiederverwertbar sind -- im Sozialkaufhaus freut man sich über jede Spende. „Wir holen die Sachen gratis ab und liefern auch gratis aus“, sagt Birgit Kroh. Viele Artikel landen bevor sie in den Verkauf gehen, erst einmal zum restaurieren in der eigenen Werkstatt in Neheim. So sehen die waren fast wieder aus wie neu, wenn sie über die Ladentheke wandern. In der Werkstatt werden aber auch Holzwaren, wie Schaukelpferde, Krippen, oder auch mal eine Sitzbank von Mitarbeitern, die sich in der Maßnahme „Holz und Metall“ befinden gefertigt. Im Schaufenster steht gerade eine solche Krippe. Für 50 Euro ist das aufwendig geschnitzte Stück zu erhalten. Das Modell vom letzten Jahr wird für 35 Euro angeboten. „Diese Holzsachen sind sehr aufwendig in der Anfertigung, daher sind sie etwas teuer, als unsere gebrauchten Artikel“, erklärt Kroh, bevor sie sich wieder ihren Kunden widmet, die sie gern bei den Weihnachtseinkäufen berät
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Neue Arbeit Arnsberg - Eine Perspektive für Hilfsbedürftige Arnsberg. Die Beschäftigungsinitiative Neue Arbeit Arnsberg (NAA) hat die Betriebsform geändert. Aus einem Verein wurde in einem vielmonatigen Prozess eine GmbH, deren alleiniger Gesellschafter der alte Verein ist, der weiterhin als Förderverein fungiert.

Seit Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ist Erika Hahnwald bei der NAA, anfangs unter dem Namen ALIA bekannt, unermüdlich im Einsatz. Dank ihres ehrenamtlichen Engagements ist die Arbeit in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Immer mehr Hilfesuchende wandten sich an die Initiative, um sich im besten Fall für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren.
Für einen kleinen Verein eine zu große Aufgabe, ein Management, das für eine ehrenamtliche Vorsitzende nicht mehr zu bewerkstelligen war. „Es war vom Umfang zu viel, eigentlich hätten wir schon eher mit der Änderung anfangen sollen“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin.
Im Schnitt werden bei der Neuen Arbeit Arnsberg etwa 100 Teilnehmer von 12 hauptamtlichen Mitarbeitern betreut. Geschäftsführerin ist Birgit Kroh, die 45-Jährige Mutter zweier Kinder stammt aus Sundern, ist gelernte Betriebswirtin und hat zuvor schon in den unterschiedlichsten Bereichen von Gastronomie, Handwerk und Industrie gearbeitet. „Mit Frau Kroh haben wir das große Los gezogen“, sagt Erika Hahnwald, die weiterhin als Vorsitzende des Fördervereins im Einsatz ist.
An vier Standorten im Stadtgebiet leitet die Initiative sieben Maßnahmen. Von den Teilnehmern, die zu ihrem Arbeitslosengeld II eine Ein-Euro-Aufstockung erhalten, werden zwar Gebühren erwirtschaftet, die aber nicht zur Finanzierung des gesamten Betriebs ausreichen. Die Differenz zwischen Einnahmen und Kosten trägt der Hochsauerlandkreis. „Am Ende muss eine schwarze Null herauskommen“, sagt Birgit Kroh.
Dass nicht alle Teilnehmer, die vom Job-Center vermittelt werden, nach Beendigung ihres halben Jahres bei der NAA in den ersten Arbeitsmarkt wechseln können, ist den Betreuern klar. Es seien rund 20 Prozent. „Von April 2010 bis Juli 2011 hatten wir bei der NAA 300 TeilnehmerInnen zu betreuen. Davon haben 48 ein Praktikum absolviert und 54 TeilnehmerInnen haben eine neue berufliche Herausforderung gefunden,“ sagt Birgit Kroh.
Ziel sei es dennoch, die Menschen unter Berücksichtigung ihrer Vergangenheit (lange Arbeitslosigkeit, Drogenproblematik und immer mehr psychisch Kranke) wieder an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen, sie für diverse Bereiche zu qualifizieren und individuell zu begleiten.
Da gebe es natürlich auch welche, die als Langzeitarbeitslose 15 Jahre nichts mehr gemacht haben und erst wieder daran gewöhnt werden müssen, pünktlich aufzustehen und den Rhythmus in den Berufsalltag zu finden, erläutert Erika Hahnwald. Für viele keine leichte Übung.
Wer aber erst einmal die Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme mit der Neuen Arbeit überwunden habe, der leiste einen nicht unwesentlichen Beitrag für den Umweltschutz, für die Renaturierung, für den Tourismus (Ruhrtalradweg-Ranger) oder auch für die Allgemeinheit beispielsweise beim Fichtenschanzen-Binden fürs Osterfeuer. Eine kleine nur unvollständige Aufzählung der Aktivitäten. Auch die Arbeit im Sozialkaufhaus kommt vielen Hilfsbedürftigen in der Stadt zugute.
Was Birgit Kroh in den letzten Jahren aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass immer mehr junge Leute mit Phobien jedweder Art und anderen psychischen Problemen zur NAA stoßen. „Für uns hat die Arbeit immer mehr therapeutischen Charakter“, obwohl den Ausbildern natürlich bewusst ist, dass sie eine Therapie nicht ersetzen können. Oft sei es aber für die Teilnehmer besonders wichtig, dass sie etwas leisten, was gesellschaftlich anerkannt wird.
Die tägliche Arbeit verlange aber auch bei den Ausbildern eine immer stärkere Beschäftigung mit Fachliteratur, um den neuen Krankheitsbildern gerecht werden zu können, sagt Birgit Kroh.
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Eöffnung der Rad-Service-Station

Die Ruhtal-Radweg-Ranger der Neuen Arbeit Arnsberg g GmbH bieten ab März 2012 neben ihrem Angebot werktags an den Wochenenden eine Service-Station an. Diese dient dazu, Radtouristen Notfall-Pannenhilfe zu leisten, damit diese so schnell wie möglich wieder unbeschwert die Stadt erkunden können. Für die Arnsberger Fachhändler stellt dieser Service keinerlei Konkurrenz dar, da diese ein solches Angebot am Wochenende nicht bieten können. Zudem werden auf dem Betriebshof der NAA vornehmlich kleinere Reparaturen durchgeführt. Sollten größere Schäden vorliegen, wird weiterhin der Fachhandel die Instandsetzung übernehmen.
Bereits im Februar 2011 wurde die Idee der Service-Rad-Station durch Informationen und Hinweise der hiesigen Gastronomie und Hotellerie geboren. Ein kleiner Arbeitskreis um Uwe Schmidtke sowie Klaus Willmes entwickelte Möglichkeiten der Umsetzung sowie eine Rentabilitätsberechnung und wendete sich im Anschluss an die Geschäftsführung sowie den Vorstand der Neuen Arbeit Arnsberg. Mit im Boot ist ebenfalls der Arnsberger Verkehrsverein, da die Radtouristen für Arnsberg ein großes, touristisches Potenzial darstellen.
Neben den kleinen Reparaturen können die Gäste eine Radwäsche bekommen, Ersatzteile und Zubehör erwerben oder die Akkus ihrer E-Bikes gegen eine kleine Aufwandsentschädigung aufladen. Aufbewahrungsmöglichkeiten für Räder, Ausrüstung etc. runden das Angebot ab.
Die Radstation ist bis Ende Oktober samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 10.00 bis 16.45 Uhr geöffnet und soll in der Saison 2012 nach den nun gesammelten ersten Erfahrungswerten zwischen März und Oktober richtig durchstarten.
Unseren Service erreichen Sie unter den Rufnummern:
0151 10941824
0151 10985821
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Dankeschön-Feier für NAA-Teilnehmer (29.07.2011)

Die gemeinnützige Beschäftigungsinitiative Neue Arbeit Arnsberg gGmbH hat alle Teilnehmer mit ihren Familien zu einem Sommerfest eingeladen und bedankte sich auf diesem Weg für die Unterstützung und Mitarbeit bei der täglichen Arbeit. Der tatkräftige Einsatz der Mitarbeiter ist nicht unerheblich. Besonders in den Bereichen Möbelservice, Renaturierung und Grünflächenpflege leisten die Teilnehmer täglich bei Hitze, Kälte wie auch bei Regen gesellschaftlich wichtige und großartige Arbeit.
Zum Dank gab es neben Kaffee, Kuchen, einer Auswahl von Grillfleisch und Getränken als Höhepunkt eine Tombola. Der Wettergott leistete ebenfalls seinen Beitrag zur Dankeschönfeier, sodass diese zu einem fröhlichen und ausgelassenen Fest für alle Gäste und Stammkräfte werden konnte.
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Aus dem Häuschen in das Häuschen (26.07.2011)

Die gemeinnützige Beschäftigungsinitiative Neue Arbeit Arnsberg gGmbH hat dem Kinder- und Jugendtreff Gierskämpen am 26.07.2011 passend zum Ferienauftakt ein Kinderhäuschen gespendet. Dieses wurde gemeinsam von Teilnehmern der Öko- und Baumaßnahme mit Hilfe eines Radladers im Garten der Einrichtung aufgebaut. Die Kinder konnten es kaum erwarten, ihr Häuschen in Beschlag zu nehmen und freuten sich riesig über die neue Rückzugsmöglichkeit.
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Mit Flickzeug in den Kindergarten

Am 12.07.2011 fand für die Kinder des Eulenkindergartens ein lustiger wie auch lehrreicher Vormittag statt. Im Rahmen eines Fahrradprojektes hat der Kindergarten die Neue Arbeit Arnsberg gGmbH gebeten, den Kindern die Reparatur eines defekten Reifens vorzuführen.
Besonders gern reisten daher Emil Wronka, Mitarbeiter aus der Fahrradwerkstatt in Neheim sowie Pädagogin Frau Landermann an, um diesem Wunsch nachzukommen. Herr Wronka brachte den Kindern auf eine spielerische Art und Weise die einzelnen Schritte zum Flicken eines Reifens nahe und wurde dabei tatkräftig unterstützt. Im Anschluss daran wurde das Fahrrad von den Kindern direkt auf seine Fahrtauglichkeit getestet und für gut befunden. Als Dank gab es ein Ständchen für die erfolgreiche Arbeit.
Im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten beschäftigt die NAA Teilnehmer in der Fahrradwerkstatt. Gespendete Räder werden hier unter Anleitung aufgearbeitet, um sie dann zum Selbstkostenpreis an Kunden abzugeben. Zu erwerben sind die Fahrräder Zur Alten Ruhr 3, 59755 Neheim oder im DAL (Der andere Laden), Marktstraße 21, 59759 Hüsten.
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NAA baut Zaun für Tiergehege (27.06.2011)

Im Auftrag des Förderkreises für psychische Gesundheit Arnsberg hat die Neue Arbeit Arnsberg die Zaunbauarbeiten für die Erweiterung des Tiergeheges übernommen.
Nach der Vorbereitung und Planierung des Geländes haben fünf Mitarbeiter der NAA wochenlang das 3000 m² große Revier tatkräftig eingezäunt.
Die gemeinnützige Beschäftigungsinitiative Neue Arbeit Arnsberg gGmbH stellt für langzeitarbeitslose ALG-II-Empfänger Brückenjobs in den Bereichen Öko (Garten- und Landschaftsbau), Bau, Holz, Metall und Verkauf bereit und bietet ihnen somit sinnvolle Beschäftigung und eine Tagesstruktur.
Ziel ist es, die Teilnehmer wieder näher an den ersten Arbeitsmarkt heran zu führen, sie zu qualifizieren und fit für den beruflichen Alltag zu machen. Einigen Teilnehmern der NAA ist es in den letzten Wochen und Monaten mit Unterstützung der Stammkräfte gelungen, über ein Praktikum den Einstieg ins Berufleben zu finden und einen Festvertrag zu bekommen.
Interessierte können sich für weitere Informationen an die Verwaltung der Neuen Arbeit Arnsberg, Zur Alten Ruhr 3, 59755 Arnsberg wenden, Tel. 02932 701376
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Herzenswunsch geht in Erfüllung:
NAA- Teilnehmer bauen Dreirad für Kollegen
Auf den Herzenswunsch eines Teilnehmers hin haben die Mitarbeiter der NAA- Fahrradwerkstatt aus einem gespendeten Rad sowie einer Hinterachse erstmalig ein Dreirad erstellt.
Neben der Holzwerkstatt befindet sich in den Räumlichkeiten Zur Alten Ruhr 3 auch die Zweiradwerkstatt der NAA. Hier werden u. a. gespendete Räder aufgearbeitet, um sie im Anschluss zum Selbstkostenpreis abzugeben.
Sollten auch Sie Interesse haben, ein Rad, Möbel, Kleidung oder Haushaltsartikel zu spenden, wenden Sie sich bitte an die Kolleginnen und Kollegen im DAL (Der andere Laden). Dort erhalten Sie von nun an alle wichtigen Informationen sowie Termine für Besichtigungen und ggf. den Abtransport.
Kontakt: Der andere Laden, Marktstraße 21, 59759 Arnsberg, Tel. 02932 890947
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Sozialkaufhaus der Neuen Arbeit Arnsberg „DAL“ - Neueröffnung zum 11. Internationalen Käsemarkt am 9. + 10. April 2011
Dank der langjährigen guten Zusammenarbeit mit dem Jobcenter der Stadt Arnsberg sowie dem Kreis Meschede feiert der „DAL“, das Sozialkaufhaus der Neuen Arbeit Arnsberg gGmbH, am 9. und 10. April 2011 seine Neueröffnung in der Marktstraße 21 in Hüsten.
Auf 600 m² Verkaufsfläche werden Samstag wie Sonntag in der Zeit von 9 bis 18 Uhr Hausrat, Bücher, Bekleidung, Fahrräder und Möbel aus zweiter Hand angeboten. Aber auch neue, wunderschöne wie praktische Holz- und Metallarbeiten, die eigenhändig von den MaßnahmeteilnehmerInnen in der Werkstatt der Neuen Arbeit Arnsberg gefertigt wurden, können käuflich erworben werden. Alle angebotenen Artikel sind günstig, aber nicht billig.
Im Hinterhof gibt es einen barrierefreien Eingang und 22 Parkplätze. Alle Kunden und Interessierten sind herzlich willkommen. Für das leibliche Wohl ist am Eröffnungswochenende gesorgt.
Neben dem Verkauf der Waren steht beim Projekt Sozialkaufhaus die Beschäftigung 15 überwiegend weiblicher Teilnehmer im Vordergrund. Diese finden für 6 Monate eine sinnvolle Beschäftigung und können neben dem Erwerb von Kenntnissen im Bereich Warenpflege, -verräumung und Lagerarbeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf testen und sich so ideal auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten.
Folgende Öffnungszeiten sind geplant:
Montag – Freitag 10.00 Uhr – 18.00 Uhr
Samstag 09:00 Uhr - 13.00 Uhr
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Neue Arbeit Arnsberg hilft ! (28. Juni 2010)

Die Neue Arbeit Arnsberg e.V. (NAA) hat uns in den letzten Tagen sehr geholfen! Dies war der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit. Ende 2006 hatten wir von der Firma Alcoa eine Spende erhalten, um eine sehr feuchte Auen-Fläche an der Kleinen Schmalenau von einer rund 15jährigen dichten Fichtennaturverjüngung zu "befreien". Standorttypisch wäre hier ein lichter Erlen-Wald mit einer üppigen Krautvegetation aus Seggen, Binsen und Hochstauden. Die Fichten ließen wir in zwei Etappen fällen, eine Teilfläche hatten wir in mehreren Arbeitseinsätzen von Astmaterial frei geräumt. Hier hatten wir einige Erlen gepflanzt, die sich prächtig entwickelt haben. Auch Erlen-Naturverjüngung ist an einigen Stellen zu beobachten. Die NAA übernahm es nun, die Restfläche zu "säubern" und das von uns zusammengetragene Astmaterial umzuschichten. Jetzt endlich kann die Entwicklung hin zu einem artenreichen Biotop beginnen. Wir bedanken uns bei der NAA ganz herzlich für den schweißtreibenden Einsatz, bei der Firma Alcoa für die finanzielle Unterstützung der Maßnahme und bei dem Eigentümer für die Bereitstellung der Fläche.


Auf dieser Teilfläche hatte die ABU schon einmal die Fichtenäste auf Haufen zusammengetragen, die NAA schichtete das Material um.



Auf der zweiten Teilfläche herrschte das Chaos pur. Die gefällten jungen Fichten lagen kreuz und quer auf der Fläche. Die NAA schaffte das ganze Material an den Rand, die Fläche kann sich nun von einem braunen, vegetationsfreien Boden hin zu einem lichten Erlenwald entwickeln.


Auf den schon seit einigen Jahren freigestellten Teilflächen wachsen junge Erlen, an einigen Stellen sprießt die Erlennaturverjüngung. Auch die frisch geräumten Flächen können bald so aussehen.
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Ruhrtal- Ranger beim Deutschen Fahrradpreis geehrt (25.02.2011)

Seit 2000 wird jährlich im Rahmen des Wettbewerbens „best for bike“ ein Preis für die fahrradfreundlichste Entscheidung vergeben.
Ziel des Wettbewerbes ist es, Projekte, Ideen, Konzepte und Aktivitäten zu honorieren, die das Radfahren für jeden einzelnen noch attraktiver machen und ihn motivieren, vermehrt das Rad als wichtiges Verkehrsmittel zu nutzen .
Dabei legen die Organisatoren nicht nur Wert auf technische Details, sondern berücksichtigen in erster Linie Engagement, Veranstaltungen, Freizeitangebote, Serviceleistungen, fahrradspezifische Vergünstigungen und Kommunikationsmaßnahmen.
Aus insgesamt 68 Bewerbungen traf die Jury eine Auswahl und nominierte 5 Projekte. Unter diesen befand sich neben vier Weiteren das der „Ruhrtal-Ranger“ der Neuen Arbeit Arnsberg gGmbH.
Seit 2007 sind die Ranger für die Instandhaltung und Wartung des Ruhrtal- Radweges zuständig und geben Radtouristen wichtige Informationen sowie Hilfestellung bei Pannen. Neben diesem Tätigkeitsfeld bietet das Projekt ein weiteres, wichtiges Ziel: Eine sinnvolle Beschäftigung für insgesamt 8 Teilnehmer, die sich durch die Arbeit sowie weitere integrierte Unterstützungsmaßnahmen des Trägers so auf eine Reintegration auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten.
Am 25.02.2011 wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in Essen die Siegerehrung vorgenommen. Die Ruhrtal- Ranger- Maßnahme belegte den 3. Platz und erhielt somit ganz offiziell Lob, Anerkennung und Bestätigung für die wichtige gemeinnützige Arbeit.
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Projekt Ruhrtal-Ranger auf der Kippe : Kopf hoch trotz knapper Kasse

Witten, 13.07.2011
Auch durch Ebbe in der Kasse bei möglichen Mittelkürzungen wollen sich die Ruhrtal-Ranger nicht entmutigen lassen. Foto: Joachim Haenisch / WAZ FotoPool
Witten. „Viele Leute bedanken sich, wenn wir ihnen den Weg erklären oder auch mal bei einer Reifenpanne am Fahrrad helfen“, erzählt Alfred Frielinghaus von den Ruhrtal-Rangern. Doch deren viel gefragte Hilfe steht auf der Kippe.
Wenn nämlich die Mittel zur Wiedereingliederung Langzeitarbeitsloser stark gekürzt werden, wie es gesetzlich geplant ist. Weil die Situation beim Rangerprojekt der Beschäftigungsgesellschaft Neue Arbeit Arnsberg auch nicht rosiger aussieht als bei den Ruhrtal-Rangern der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe), fanden sich die Betroffenen zu einem Krisengespräch am Wittener Schleusenwärterhäuschen ein.
Übereinstimmend war man der Ansicht, den Kopf nicht hängen lassen zu wollen. Auch, weil das Rangerprojekt in den letzten Jahren zunehmende Akzeptanz bei den Gästen im Ruhrtal gefunden habe. „Ich bin noch nie so oft angesprochen und von Touristen fotografiert worden wie als Ranger. Unlängst erst von Holländern, die staunten, dass es hier sowas gibt“, erzählt der Arnsberger Rolf Riese.
Die Ranger sind sogenannte Ein-Euro-Jobber, die neben Hartz IV noch 1,20 bis 1,50 Euro pro Stunde als Aufwandsentschädigung erhalten. Jeder darf maximal 30 Stunden pro Woche beschäftigt werden. „Früher waren es mal 38 Stunden, aber das wurde bereits im vergangenen Jahr gekürzt“, so einer der Ranger.
In Witten gibt es sechs plus Anleiter Alfred Frielinghaus, die im Ruhrtal auf ihren Fahrrädern zwischen Dahlhausen und dem Herdecker Hengsteysee unterwegs sind. Die Arnsberger haben acht Ranger und einen Anleiter. Sehr unterschiedlich sind die Berufs- und Lebenswege, auf denen sie zu ihrer aktuellen Beschäftigung kamen. „Ich war Metallbauschlosser und wurde mit 58 Jahren arbeitslos, als die Firma in Insolvenz ging“, erzählt beispielsweise Alfred Frielinghaus, der das seit Februar 2006 existierende Ranger-Projekt in Witten mit aufbaute.
André Möller war ursprünglich Soldat bei der Bundeswehr. „Mir wurden nach dem Ausscheiden mehrere Maßnahmen angeboten, bis ich zu den Rangern kam. Hier bleibt man im Tritt des Arbeitsmarktes und wird dadurch vermittelbarer“, sagt er.
Unterwegs auf
dem Drahtesel
Die Ranger berichten übereinstimmend, dass sie es als Vorteil empfänden, an der frischen Luft unterwegs zu sein. Neben ihrem Fahrrad haben sie auch eine Dienstkleidung, um für Ruhrtalgäste besser erkennbar zu sein. Und sie tragen einen Ausweis, auf dem ihre offizielle Bezeichnung steht: Schutzzonenbetreuer.
„Aber Ranger klingt viel spannender, nach Kanada, Pferd und Knarre“, sagt Alfred Frielinghaus schmunzelnd. Anfänglich habe ein Ranger tatsächlich nach einem Pferd gefragt. Frielinghaus: „Aber das wären Kosten ohne Ende. Dann doch besser Drahtesel.“
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Ruhrtalradweg : Anmeldungen des Vorjahres schon übertroffen
Arnsberg, 26.03.2010
Arnsberg. Der Winter ist vorbei - und schon gehen im Arnsberger Verkehrsverein Tourbuchungen für den Ruhrtalradweg ein. Und mit Beginn der neuen Radfahrsaison startet zugleich das Erfolgsmodell „Ruhrtalranger” der Neuen Arbeit Arnsberg (NAA) ins dritte und wohl auch noch lange nicht letzte Jahr.
Die Ruhrtalerranger - ein Gesicht des Ruhrtalradweges. Foto: Ted Jones Foto: WP
„Es ist schon erstaunlich”, freut sich Karin Hahn als Geschäftsführerin des Verkehrsvereins. „Wir liegen, was den Ruhrtalradweg betrifft, schon jetzt auf dem Buchungsstand des gesamten vergangenen Jahres.” Eine Hausnummer, die sich sehen lassen kann. „Und dass dieser Radweg so gut angenommen wird”, ergänzt Erika Hahnwald von der NAA, „daran haben eben auch die Ruhrtalranger einen großen Anteil.”
Die ersten drei Ranger - Andreas Mägel, Frank Pullwitt und Sascha Bieganzki - sind bereits seit einigen Tagen „auf Strecke”. Denn nach der langen Winterpause gibt es auch entlang des Ruhrtalradweges Schäden und verunreinigte Zonen, die beseitigt bzw. gesäubert werden müssen. „Alles, was wir entdecken - zum Beispiel ein gefährliches Schlagloch im Abschnitt Niedereimer - melden wir sofort weiter an die Stadt”, erklärt Pullwitt einen Teilaspekt der Aufgabe. Die Verwaltung setzt dann zügig einen Reparaturtrupp in Marsch.
Ranger müssen fit sein
Die Arnsberger Ranger sind für den Streckenabschnitt zwischen Haus Füchten in Neheim und Freienohl verantwortlich. Jeder von ihnen, so Andreas Mägel, legt pro Tag bis zu 50 Kilometer zurück. Da kommen im Jahr durchaus bis zu 8 000 Kilometer zusammen. Deshalb sei neben absoluter Zuverlässigkeit, zeigt Erika Hahnwald das Anforderungsprofil eines Rangers auf, „besonders absolute Fitness gefragt”.
Am 1. April stoßen zwei weitere Helfer zu der Gruppe. Gesucht werden aber noch drei zusätzliche Interessenten. Hahnwald: „Wer mitmachen möchte, der sollte sich an die Neue Arbeit oder seinen jeweiligen Fallmanager wenden.” Gearbeitet wird übrigens bei den Rangern in zwei Schichten. Dazu zählt auch - als Hauptgeschäft - der Einsatz am Wochenende, treffen doch dann die Radtouristen in Scharen ein.
Ständige Pflege
Zum Aufgabenkatalog gehört neben der Zustandskontrolle des Radweges - kleinere Mängel werden sofort selbst behoben - die touristische Information, die Hilfe bei Reparaturen am Fahrrad und natürlich Erste Hilfe, sollte jemand zu elegant über das Lenkrad absteigen. Und ganz besonders freundliche Ranger wie Frank Pullwitz helfen schon einmal einer älteren Frau ganz außerplanmäßig beim Schleppen der schweren Einkaufstaschen. „Wir Ruhrtalranger machen eben alles”, lacht Pullwitz. Und genau aufgrund dieser Einstellung, sagt Erika Hahnwald, „funktioniert die Sache auch so gut”.
Weil aber alles, was gut ist, ständig gepflegt und verbessert werden muss, sollen bald nach dem Vorbild des Ruhrgebiets auch im Sauerland entlang der Strecke Radstationen eingerichtet werden - in Arnsberg, Meschede, Olsberg und Winterberg. Karin Hahn: „Wir sind hier bereits auf einem guten Weg”. Der Effekt: Wer zum Beispiel in Winterberg ein Fahrrad ausleiht, kann es an jeder der Stationen wieder abgeben - ohne teuren Rücktransport.
"2010 zieht"
Auch in Arnsberg wird auf die wachsende Bedeutung des 230 Kilometer langen Ruhrtalradwegs reagiert: Die sechs großen Eingangsportale werden um ein weiteres Schild ergänzt und im Bereich der Altstadt (wieder abnehmbare) Fahrrad-Anlehnbügel installiert. Auf Wunsch der heimischen Hotellerie bietet der Verkehrsverein jetzt freitags um 20 Uhr eine zusätzliche Themenführung an.
Die ernorme Buchungszunahme für Radtouren in diesem Jahr führt Karin Hahn u.a. auf die „Kulturhauptstadt 2010” zurück. „Weil es in diesem Rahmen sehr viele Veranstaltungen entlang des Weges gibt.” Allerdings seien die Buchungen für den Verkehrsverein, der erstmals als Radreiseveranstalter für den Ruhrtalradweg auftritt, sehr arbeitsintensiv. „Weil sie meist individuell auf die Wünsche der jeweiligen Person zugeschnitten werden müssen.
Saisonstart : "Klar, ein Rad-Ranger macht alles"
Arnsberg, 26.03.2010

Arnsberg. „Andere müssen Urlaub machen”, strahlt Andreas Mägel. Er liebt seinen Job, ist schon in der zweiten Saison dabei: „Man lernt Leute kennen, ist den ganzen Tag draußen.” Der 55-Jährige Arnsberger ist Rad-Ranger auf dem Ruhrtal-Radweg.
Mit seinen beiden Kollegen ist er seit dem 1. März im Dienst, am 1. April kommen zwei weitere Ranger dazu. Sascha Bieganzki sieht es genauso wie Mägel: „Das macht Spaß - auch wenn bisher noch nicht viel los ist, Aber seit ein paar Tagen wird es langsam voller”, lächelt der 39-jährige Neheimer, der ebenfalls in der zweiten Saison radelt.
Frank Pullwitt ist neu dabei: „Ich kenne die Radwege, bin die schon alle gefahren”, sagt der Arnsberger. Gerüstet ist der 42-Jährige für den Job, den er bei der Neuen Arbeit Arnsberg (NAA) bekommen hat. Er hat schon in einer Fahrradwerkstatt gearbeitet: „Das technische Know-How habe ich.” Das ist wichtig, um Radtouristen bei kleinen Malheurs aus der Patsche zu helfen: Da wird mal eine Schaltung neu eingestellt, ein Reifen geflickt oder ein Lenker höher gestellt.
Nicht nur für technischen Beistand sind die Ranger da: „Alle machen einen Erste-Hilfe-Kurs”, betont Erika Hahnwald von der NAA. Neben Werkzeug, Rosenschere, Handfeger zum Scherbenbeseitigen und Erste-Hilfe-Set haben die Ranger auch Tipps für die Touristen im Gepäck: Ob Fragen nach dem Weg, Hotels oder Sehenswürdigkeiten - der Verkehrsverein hat sie mit Broschüren dazu ausgestattet. Nebenbei achten die Ranger darauf, wo Mängel am Radweg sind, melden diese bei der Stadt, damit dem Radelspaß an der Ruhr nichts im Wege steht.
Der ist beliebter denn je: „Wir sind jetzt im März schon auf dem Buchungsstand, den wir für ganz 2009 hatten”, freut sich Karin Hahn, Geschäftsführerin des Verkehrsvereins Arnsberg, der Touren auf dem gesamten, 230 Kilometer langen RuhrtalRadweg anbietet.
50 Kilometer legen die Ranger - erkennbar an den neuen, von RWE gesponserten, knallblauen Jacken mit RuhrtalRadweg-Logo - am Tag mit dem Dienst-Drahtesel zurück. Macht pro Saison rund 7 000 Kilometer. Da muss ein Ranger fit sein, sind sich Erika Hahnwald und die Radler-Betreuer einig. Zuverlässig müssen sie auch sein. Und an Wochenenden arbeiten wollen - denn gerade dann sind die meisten Radler unterwegs.
Drei Ranger-Jobs sind noch frei: Wer sich zutraut, Touristen auf der Strecke zwischen Haus Füchten und Freienohl zu betreuen, kann sich bei der Neuen Arbeit Arnsberg oder seinem Fallmanager melden.
Dass im Dienst auch mal Unvorhergesehenes passieren kann, hat Frank Pullwitt erfahren: Eine ältere Dame bat ihm am an der Strecke gelegenen Supermarkt, ihre Einkäufe ins Auto zu bringen. Sein Kommentar: „Ja klar, ein Radranger macht alles!”
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Ruhrtalranger - ein Projekt, das einschlägt : "Ein Aushängeschild für die Stadt"
Arnsberg, 08.04.2009

Arnsberg. Eine Idee, die zieht: Der Einsatz der Arnsberger „Ruhrtalranger” auf dem 34 Kilometer langen Ruhrtalradweg-Abschnitt zwischen Haus Füchte und Glösingen kommt hervorragend an. Und die Ranger sind bei jedem Wetter mit Eifer und stets neuen Verbesserungsvorschlägen dabei.
„Man muss einfach sagen”, erklärt Mitinitiatorin Erika Hahnwald, „dass die von der Neuen Arbeit Arnsberg gestellten Ranger ein sehr gutes Aushängeschild für die gesamte Stadt sind.” Die Nutzer des stark frequentierten Radweges seien von diesem Service begeistert, wie aus vielen Dankschreiben hervorgehe. „Wer ein Problem mit seinem Zweirad hat oder einfach nur eine Auskunft benötigt, der ist dankbar für diese stets freundlichen und hilfsbereiten Geister. Deshalb können wir nur hoffen, dass es dieses Angebot noch lange geben wird.”
Im Herbst 2007 sind die Ruhrtalranger - als Langzeitarbeitslose so genannte 1-Euro-Jobber - gestartet. Nun wollen sie in der beginnenden zweiten kompletten Radsaison alles dafür tun, dass diese Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden kann. Jüngstes Beispiel ihrer Kreativität, lobt Hahnwald als Vorsitzende der Neuen Arbeit, sei der Transportanhänger für die Ranger-Räder - entwickelt und realisiert von Rolf Riese.
„Weil wir häufig um Hilfe gebeten werden, ist unser Material wie zum Beispiel Flickzeug natürlich schnell verbraucht”, so Riese. Und weil die bislang verwendeten Satteltaschen nur eine begrenzte Aufnahmekapazität haben, hat er den Winter genutzt und in der Neheimer Metallwerkstatt der NAA zwei speziell auf die Bedürfnisse der Ranger zugeschnittene Fahrradanhänger konstruiert und gebaut. „Zwei weitere sollen noch folgen, damit alle vier Räder ausgerüstet sind”, sagt Rolf Riese. So habe man vor Ort alles am Mann. Und alles stets unter Verschluss.
Riese war übrigens selbst ein Jahr als Ranger an vorderster Front. Bei Regen und Schnee, bei Hitze und Kälte. „Dabei hat er ein derartiges Engagement an den Tag gelegt”, freut sich Erika Hahnwald, „dass er nun in der Neuen Arbeit eine Vollzeitstelle bekommen hat.” Ein Fahrradpedal als Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit.
Mitarbeiter gesucht
Aber nicht nur Rolf Riese ging bzw. geht in dieser Aufgabe auf. Alle der derzeit vier Ruhrtalranger sind von ihrer Aufgabe auf der 34 Kilometer langen Strecke begeistert. „Das macht einfach großen Spaß, egal wie das Wetter ist,” erklärt Holger Höing als Ranger der ersten Stunde.
Die Helfer auf zwei Rädern stehen aber nicht nur für Pannenhilfe bereit, sondern auch ortsunkundigen Touristen für Auskünfte zur Verfügung. Letzteres besonders im Ortsteil Alt-Arnsberg, wenn es darum geht, zum Beispiel eine Unterkunft für die Nacht zu finden. „Da kann es dann auch schon einmal passieren”, weiß Erika Hahnwald, „dass Ranger Touristen bis zur Unterkunft begleiten, wenn diese schwierig zu finden ist.”
Allerdings: Wurde das für den heimischen Tourismus nicht ganz unwichtige Projekt „Ruhrtalranger” bislang stets für ein ganzes Jahr finanziert, habe der Hochsauerlandkreis die Bezuschussung nun auf neun Monate reduziert. „Weil diese Aufgabe im Winter angeblich nicht erforderlich ist”, so Hahnwald. Die Fördermittel müssen für jedes Jahr stets neu beantragt werden.
Die Neue Arbeit sucht noch dringend vier weitere Langzeitarbeitslose für den 1-Euro-Job „Ruhrtalranger”. Voraussetzung: Die Bewerber müssen gerne Fahrrad fahren (täglich zwischen 50 und 60 Kilometer) und Engagement zeigen. Die Einsatzzeit beträgt 30 Wochenstunden, Fahrräder und Material werden gestellt.
Übrigens: Der „Öko-Trupp” der NAA bindet derzeit im Wald 2 000 Schanzen für das Arnsberger Osterfeuer, die bis heute Abend fertig sein müssen.